Nach 9 Jahren fand erstmals wieder eine Einwohnerversammlung des Stadtteils Stuttgart Nord statt.
Oberbürgermeister Dr. Nopper, die Bürgermeister Herr Dr. Maier, Frau Fezer, Herr Thürnau, Herr Pätzold, Herr Fuhrmann sowie Bezirksvorsteherin Frau Mezger
stellten sich im gut gefüllten Saal der Sparkassenakademie am Pariser Platz den Fragen und Anliegen der Bürger*innen.
Eine Ausstellung im Saal informierte Besucher*innen zudem über Bauvorhaben im Viertel sowie ansässige Vereine und Initiativen.
In Ihrer Begrüßung unterstrich Frau Mezger die Heterogenität unseres Stadtbezirks, der lebenswert durch das viele Grün sei und der bei 28 000 Einwohner*innen
sehr unterschiedliche Menschen und Lebenssituationen vereine.
Mit den großen Infrastrukturprojekten wie dem Rosensteinquartier, der Maker-City,
der Umgestaltung des AWS-Areals und der Verlegung des City-Rings kämen auf Stuttgart Nord große Umgestaltungen zu.
Dr. Frank Nopper betonte in seinem anschließenden Grußwort, dass diese Umgestaltungen das größte städtebauliche Potential in
Stuttgart hätten und der Norden damit etwas ganz Besonderes sei. Überhaupt sei es ein sehr lebenswerter Stadtbezirk,
der mehr als die meisten anderen von den vier Gartenschauen der Vergangenheit profitiert habe und heute die umfangreichsten Grünflächen aufweise.
Er erwähnte im Zusammenhang mit der Geschichte des Stadtteils, dass es bereits im 19. Jahrhundert im Herdweg den ersten Zoo der Stadt mit 500 Tieren gegeben habe.
Als erfolgreiche Umgestaltungsprojekte der näheren Vergangenheit führte Dr. Nopper die Sanierung der Wagenhallen,
den Umbau der Doggenburg-Kreuzung sowie das neue Siedlungswerk-Quartier an, das zwischen Nordbahnhofstraße, Friedhofstraße und Pragfriedhof entstanden ist.
In einem Ausblick auf die Zukunft bezog er sich auf die kommenden Projekte, namentlich das Rosensteinquartier,
die Verlegung des City-Rings, die Maker-City, die Interims-Oper (so denn Geld dafür übrig sei), das neue Stadtteilhaus,
das AWS Areal sowie das ehemalige Bürgerhospital, in denen über 500 Wohneinheiten an der Türlenstraße entstehen sollen,
beide Quartiere sollen weitere Infrastruktur und lebenswerte Strukturen erhalten.
Die IBA 27 mit dem 100. Geburtstag der Weissenhofsiedlung werde als Hotspot Architekturbegeisterte anziehen,
die Brenzkirche werde viel ihres ursprünglichen Stils von 1933 zurückerhalten. Die IBA könne für die Anwohner*innen auch eine herausfordernde Zeit werden, räumte Nopper ein.
Da seien auch andere Herausforderungen, die die Stadt sehe und angehe wie zum Beispiel die Vermüllung der Außenflächen,
denen die Stadt mit einem 2,5 Millionen-Paket im aktuellen Doppelhaushalt begegne. Mit diesem Geld sollen mobile Reinigungstrupps,
Müllsherifs und auch die Entfernung illegaler Graffitis möglich sein.
Weiteres wichtiges Anliegen sei die Reduzierung des Parkdrucks durch weiteren Ausbau des Parkraummanagements,
welches in unserem Viertel jedoch erst ab 2028 kommen wird.
Das Parkchaos rund um den Killesbergpark sei ein Ärgernis, dem man mit mehr Kontrollen und mobilen Maßnahmen an schönen Tagen begegnen wolle.
Dass der Killesbergpark als einziger Park in Stuttgart fahrradfrei sei und dies auch bleibe, wolle man mit mehr Kontrollen sicherstellen.
Die anschließende Fragerunde eröffneten die Vertreter*innen des Jugendrats Nord, die sich für den Bolzplatz Doggenburg einen neuen Belag wünschen,
damit dort wieder sicher Sport gemacht werden könne. Herr Thürnau versprach, sich zu kümmern und zu eruieren, was möglich sei.
In den weiteren 2,5 Stunden kamen Bürger*innen zu Wort, die vorab ihre Fragen auf Kärtchen geschrieben hatten und in der Versammlung aufgerufen wurden,
um diese Fragen persönlich vorzutragen. Dabei ging es um unterschiedlichste Themen, die folgende stichwortartige Auflistung beinhaltet Themen,
die für unser Viertel "Unterm Weissenhof" relevant sind.
Wer Interesse am gesamten Bericht mit allen Fragen hat, kann diesen gerne als pdf zugeschickt bekommen. E-mail an den Verein genügt.
Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich Bezirksvorsteherin Mezger bei allen Beteiligten und rief Bürgerinnen und Bürger nochmals dazu auf,
sich weiter einzubringen und z. B. die Sitzungen des Bezirksbeirats zu besuchen.
Sie interessieren sich für alle Fragen und Themen des Abends und möchten den gesamten Bericht zugeschickt bekommen?
Wir freuen uns über eine eMail an: info@bv-unterm-weissenhof.de